THE LOST IMAGE

AV-Installation zusammen mit Michael Bachhofer

Das projizierte Analogbild ist in den letzten 20 Jahren fast vollständig aus unserer Lebenswelt verschwunden. Videosysteme ersetzten die Schmalfilmprojektoren in den Bereichen Home-Entertainment und Amateurfilm bereits in den 1980er Jahren. Die analoge Filmvorführung in den Kinos wurde schließlich 2012 flächendeckend auf die digitale Projektion umgestellt. Die letzten Orte, an denen das projizierte analoge Bild noch erlebt werden kann, sind Kinematheken und spezialisierte Filmfestivals. Trotzdem finden sich in sehr vielen Haushalten noch Schmalfilm- und Diaprojektoren, die kaum mehr Verwendung finden.

In „The lost image“ projizieren mehrere Schmalfilm- und Diaprojektoren Licht auf die gegenüberliegende Wand. Dias und Filme fehlen in den Projektoren. So schalten die Diaprojektoren von einem leeren Rahmen zum nächsten. Das Licht der Filmprojektoren flackert. Einige Lichtkegel werden mit Fäden im Raum nachgezeichnet, um die fehlenden Bilder und die leeren Lichtflächen weiter hervorzuheben.  Die Übereinanderlagerung der Projektionsflächen aus Licht ergibt ein sich ständig veränderndes Bild, das uns an Werke des russischen Suprematismus der 1920er-Jahre erinnert. Auf der Tonebene sind die typischen Arbeitsgeräusche der Projektionsgeräte zu hören.

„The lost image“ wurde erstmals bei "Rotlicht. Festival für zeitgenössische analoge Fotografie" 2021 in Wien gezeigt.

Foto: Karl Wratschko



RIEGERSBURG

9-Kanal Videoinstallation zusammen mit Andreas Heller

Auftragsarbeit der „Steiermark Schau. Die Ausstellung des Landes", 2021

Gezeigt in Wien, Hartberg, Spielfeld, Schladming und Bad Radkersburg im Zeitraum April bis Oktober 2021


SYNOPSIS:

In der 9-Kanal Videoinstallation wird die Festungsanlage Riegersburg als ikonische Skulptur in der steirischen Landschaft als Ausgangspunkt einer künstlerischen Forschung gewählt. Was macht den Blickpunkt einer Ansichtskarte aus? Welche Rolle spielt das Medium der Aufzeichnung für die Wahrnehmung der Landschaft?

RIEGERSBURG zeigt eine filmische Umrundung einer Festungsanlage in neun Sequenzen. Jeder Film steht dabei repräsentativ für einen wichtigen Entwicklungsschritt in der Aufzeichnungstechnologie der letzten 100 Jahre - vom viragierten und getonten Film über Schmalfilme und analoges/digitales Video bis hin zu iPhone und 4K. Alle Filmsequenzen sind Originalaufnahmen mit den entsprechenden (historischen) Kameras. Das Ergebnis: eine ästhetische Zeitreise rund um die heutige Riegersburg.


Foto: Christopher Mavrič


ICH BIN VIELE GESICHTER

AV-Installation zusammen mit Michael Bachhofer

Auftragsarbeit des Festivals Klanglicht 2018. In Kooperation mit dem Next Liberty-Theater.

SYNOPSIS:

Habe ich das wirklich gesagt?

Peter Rosegger hatte viele Gesichter. Er kommentierte, beanstandete, lobte und verurteilte, um dann alles Gesagte wieder zu verwerfen. Alles wurde von ihm besprochen, oft mehrmals und auch widersprüchlich. Doch wer hat heute eine homogene Weltanschauung? Kein Mensch denkt immer gleich. Kein Mensch bleibt stets der selbe. Denn wir sind alle vieles. Sie und ich, und die da drüben auch.


Foto: Michael Bachhofer



Foto: Alex Koch

INFORMA

AV-Installation zusammen mit Aleksandra Kolodziejczyk und Michael Bachhofer

Zeitraum: 15. Juli 2016–25. September 2016

SYNOPSIS:

Die Installation Informa fragt nach Strategien im Umgang mit medialer Berichterstattung. Dies wird exemplarisch anhand der politischen Ereignisse in der Post-Maidan-Ukraine zur Diskussion gestellt. Mediengetöse vs. subjektiver Erlebnisbericht - Informationsmeer vs. Realitätsblase.

Gefördert durch das Bundeskanzleramt / Medienkunst


Foto: Michael Bachhofer



Foto: Michael Bachhofer